STIHL – Die Zukunft von Forst, Garten und urbanen Landschaften erkunden
Wie verändern neue Technologien und der Klimawandel, was in unseren Wäldern, Gärten und Städten gepflanzt, bewirtschaftet und geerntet wird?
Die STIHL Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt Power Tools für Forst- und Landwirtschaft, Landschaftspflege, Bauwirtschaft und Gartenfreunde auf der ganzen Welt. 1926 von Andreas Stihl in Cannstatt in Baden-Württemberg gegründet, trägt das Unternehmen Innovation und Nachhaltigkeit von Anfang an in seiner DNA – von frühen Fortschritten im Bau von Motorsägen bis zum heutigen Wandel hin zu akkubetriebenen und ressourcenschonenderen Geräten.
Kontext
Unternehmen müssen zunehmend verstehen, wie neue Technologien ihr Geschäft und ihre Märkte beeinflussen werden. Innovationsprozesse und strategische Planung sind in den meisten Unternehmen gut etabliert, lassen aber wenig Raum, explorativ über die Zukunft nachzudenken. Da die Zukunft eines Unternehmens ein hoch emotionales Thema ist, wächst der Bedarf, interne Stakeholder in einen partizipativen Sensemaking-Prozess einzubinden – einen, der Verantwortungsgefühl und Momentum dafür schafft, die Veränderungen aktiv zu gestalten, die eine wünschenswerte Zukunft erfordert. Für STIHL als Global Player kann Design Futuring dabei helfen, die eigenen vielfältigen Perspektiven und Expertisen in einem kollaborativen, robusten und methodenbasierten Prozess zu nutzen.
Design-Futuring-Workshops
Intensive eintägige Präsenzworkshops bringen unterschiedliche Stakeholder und Entscheidungsträger*innen aus Strategie, Entwicklung, Produktmanagement und Vertrieb mit externen Fachleuten zusammen.
Jeder Workshop folgt einem praktischen, methodenbasierten Design-Futuring-Prozess: Briefing definieren, Signale und Horizon Scanning, zukünftige Folgen und Annahmen antizipieren, systematisch mögliche Szenarien entwickeln und visualisieren – im Wechsel zwischen Plenumsdiskussion und Arbeit in kleineren Gruppen. Anschließende halbtägige Follow-up-Workshops helfen, die Szenario-Visualisierungen und das Verständnis der weiteren Folgen zu schärfen. Sie fließen in die Wertediskussion über wünschenswerte Zukünfte ein und liefern Erkenntnisse über mögliche Transformationspfade für die strategische Planung.
Ergebnisse
Jeder Workshop liefert greifbare Visualisierungen von Zukunftsszenarien und ein Kommunikationspaket für die weitere Wertediskussion in Vorstandssitzungen und Strategieprozessen – zusammen mit möglichen Transformationspfaden über die drei Zeithorizonte.
Programmentwicklung
Alle STIHL-Abteilungen und -Einheiten weltweit regelmäßig in diesen Diskurs einzubinden, erforderte mehr als einen einmaligen Workshop. Studio Zg entwickelte das Format zu einem Programm weiter – mit Methoden, Workshop-Materialien und Train-the-Trainer-Seminaren –, damit Design Futuring in den jährlichen Strategiezyklus von STIHL einfließt und am Fuzzy Front End laufender Innovationsprozesse eingesetzt werden kann, als Brücke zwischen Strategie, Produktmanagement, Entwicklung und Vertrieb.
Projektdaten
- Pilot-Workshops: 2021 und 2022
- Train-the-Trainer-Seminar und Programmentwicklung: 2023
- Laufender Roll-out der Workshops in den globalen Regionen und Zentralen von STIHL seit 2024
- Wirkung: technische Innovationen, Produktideen und regelmäßige Beiträge zu strategischen Entscheidungen
- Rolle Studio Zg: Prozessdesign, Workshop-Konzept und Moderation, Art Direction der Szenario-Visualisierung, strategisches Kommunikationsmaterial, Train-the-Trainer-Seminare, Programmentwicklung für den internationalen Roll-out
- Projektteam: Götz Wintergerst, Sabrina Leicht, Benedikt Groß, Eileen Mandir
- Visualisierung: UXMA
- Auftraggeber: ANDREAS STIHL AG & Co. KG